Schweizer Gambit

Das Schweizer Gambit sucht man in der gängigen Eröffnungstheorie vergeblich, möglicherweise waren die Eidgenossen in der Epoche vieler namensgebender Eröffnungssysteme einfach nicht so präsent wie zum Beispiel der heute kaum noch bekannte Meister Carl Behting (1867 – 1943), der zu Beginn des 20. Jahrhunderts das heute kaum noch gespielte Lettische Gambit (1.e4 e5 2.Sf3 f5) in die Praxis einführte.

Deshalb versteht man unter dem Schweizer Gambit auch keine Eröffnungsvariante, sondern die manchmal peinliche Ausrede selbsternannter Schachmeister, zu Beginn eines nach Schweizer System ausgelosten Opens gegen nominell schwächere Spieler zu verlieren, um danach das Feld von hinten aufzurollen. Was in solchen Fällen oft eine Mischung aus Formschwäche und Überheblichkeit darstellt, wird selten publizistisch breit getreten, außer es betrifft einen amtierenden Weltmeister!

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Snapshots from Spain

Zum Saisonauftakt möchte ich zwei lehrreiche Momentaufnahmen der kürzlich in Linares ausgetragenen spanischen Meisterschaften vorstellen. Da hier unter anderem auch GM Levan Aroshidze, der wieder zurückgekehrte Spitzenspieler meiner Gastmannschaft CE Banyoles immer vorne dabei war, verfolgte ich einige interessante Partien auf chess24.

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Deutsche Vereinsmeisterschaft U14 2016 – Runde 3&4

Erfolgreich verlief für uns der zweite Tag der DVM, obwohl am Ende mehr Partien verloren als gewonnen wurden. Nach dem Auftaktsieg gegen die höher platzierte Mannschaft aus Uelzen durften wir in der vierten Runde gegen den Turnierfavoriten Hamburger SK ran. Unter diesen Umständen war der halbe Punkt noch halbwegs erfolgreich.

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Deutsche Vereinsmeisterschaft U14 2016 – Runde 1&2

Ende des Jahres laufen die deutschen Vereinsmeisterschaften in den Klassen U10 bis U16 und die Königskinder sind mit drei Mannschaften vertreten. Übrigens: Außer uns entsendet Württemberg noch drei Bebenhäuser und eine Heilbronner Mannschaft. Während Heiner die U10 und U12 in Magdeburg betreut, kümmere ich (Martin) mich um die U14 Mannschaft (Philipp, Mathis, Moritz und Yannik) in Düsseldorf (DVM U14, 26.–30.12.2016 (Deutsche Schachjugend)). Ausführlichere Berichte sind auf unserer Hauptseite zu finden, hier möchte ich nur wichtige und interessante Punkte aus den Partien vorstellen.

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Maltesische Siegesserie (4)

Die letzte Partie gefällt mir am besten, nicht nur wegen ihrer sportlichen Bedeutung. Wie mein Gegner trotz seines Materialvorteils völlig hilflos dastand, war schon ganz lustig. Kurios auch mein Stimmungswandel, während ich über meinen 25. Zug nachdachte. War ich zunächst eher noch um Ausgleich besorgt, sah die Stellung bei näherer Betrachtung immer besser aus, was schließlich im Gedanken „huch, ich stehe auf Gewinn!“ kulminierte.
Zur vierten und letzten Partie